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Fachserie Bustouristik
 
Die Fachserie Bustouristik  erschien in der Touristik aktuell und auf der Homepage des RDA und AAC e.V. im Jahr 2008 und wurde erstellt von Klaus-Peter Kaiser
Teil 1: Die Anfänge der Bustouristik
 
Das Wort "Omnibus" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "für alle". Der Omnibus wurde als ein Straßenfahrzeug zur Beförderung von acht oder mehr Personen definiert.
 
Die Entwicklung der Busreisen in der Bundesrepublik Deutschland lässt sich bis in die Zeit vor dem 1. Weltkrieg zurückverfolgen, wobei Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung mit dem Reisebus durch Verkehrsunternehmen durchgeführt wurden.
 
In den zwanziger Jahren wurde eine große Anzahl von Omnibusunternehmen gegründet, die sich wie die Pioniere mit Gelegenheitsverkehr, Ausflugsfahrten, Vereinsreisen u.a. befassten. Seit seiner Einführung in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts war der Omnibus das typische Verkehrsmittel für den innerstädtischen Linienverkehr.
 
Die Anfänge von organisierten Reisen lagen in den 20er Jahren. Vorreiter waren vor allem England, Frankreich und die USA. In Deutschland setzte der eigentliche Busreiseboom erst in den 50 Jahren zu einem regelrechten Nachfrageschub für Busreisen, begründet durch den enormen Nachholbedarf und begünstigt durch das sich abzeichnende Wirtschaftswunder. Mit dem Ausbau des Straßennetzes und der Autobahnen wurde eine Vorrausetzung für den Busfernverkehr geschaffen.
 
Technisch wurden die Reisebusse sehr schnell weiterentwickelt. Zu Beginn der fünfziger Jahre entwickelten schwäbische Bushersteller das Bauprinzip der slbsttragenden Gitterkonstruktion. Dadurch konnte der Reisekomfort für den Fahrgast erheblich verbessert werden. Das anfängliche breite, nur auf innerdeutsche Reiseziele ausgerichtete Angebot, wurde bald auch auf europäische Reiseziele bis nach Sizilien ausgeweitet. Vor allem die Busreisen nach Italien und Spanien wurden in den 50er Jahren zum Verkaufsschlager.
 
 
Teil 2: Entstehungen der Busfahrten
 
Das erste Jahrhundert Omnibusgeschichte ist geprägt von Fortschritt und Stillstand, Erfolgen und Rückschlägen, innovativer Triebkraft und starrem Beharren. Das Ergebnis von 100 Jahren Entwicklungsarbeit ist der heutige Omnibus – eines der sichersten Verkehrsmittel überhaupt.
 
In den zwanziger Jahren wurde eine große Anzahl von Omnibusunternehmen gegründet, die sich wie die Pioniere mit Gelegenheitsverkehr, Ausflugsfahrten, Vereinsreisen u.a. befassten. Mit dem Ausbau des Straßennetzes und der Autobahnen wurde eine Vorrausetzung für den Busfernverkehr geschaffen. Die Pionierarbeit von Otto Kässbohrer, der stromlinienförmige, leichte und schnelle Autobahnbusse konstruierte, trug zu einem wesentlichen Ausbau des Überlandverkehrs bei.
 
Am Anfang wurden nur innerdeutsche Reiseziele angefahren. Bald wurden auch Reiseziele nach Italien und Spanien angeboten, die in den 50er Jahren zum Verkaufsschlager wurden. Später kamen noch die Bildungs-, Studien- und Kulturreisen dazu.
 
Bereits im Jahre 1954 erreichte der Reisebus gegenüber den anderen Verkehrsträgern – knapp hinter dem Pkw und weit vor dem Flugzeug – einen Marktanteil von 17%.
 
Der Bus als Transportmittel hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Ein touristisches Hauptverkehrsmittel in den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg war, neben der Bahn, der Omnibus. Zwischen 1950 und 1960 hatte er mit rund 20 % Anteil einen großen Beitrag zum Reiseboom nach dem 2. Weltkrieg geleistet. In den Folgejahren war sein Anteil auf wenige Prozente zurückgegangen (1973 in Deutschland 5 %). Private PKW-Reisen und der aufkommende Flugtourismus hatten seine Bedeutung zurückgedrängt. Erst in den letzten Jahren hat er wieder etwas an Bedeutung gewonnen.
 
Der soziale Aspekt von Gruppenreisen, annehmbarer Komfort während der Fahrt, Flexibilität am Reiseziel und verstärkte Bemühungen der Busunternehmer haben das Image von Busreisen verbessert und ihren Anteil am Urlaubsreiseverkehr wieder auf ca. 10 % (1989) steigen lassen. Die Hauptbedeutung für Busunternehmen hat der Gelegenheitsverkehr (Ausflugsfahrten, Ferienziel-, Mietomnibusreisen) zu günstigen Preisen.
 
Teil 3. Die Bustouristik heute
 
Der Bus steht heute in einem zunehmenden Wettbewerb mit anderen Verkehrsmitteln wie Flugzeug oder Bahn. Die aktuelle angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland fördert zudem die Konsumzurückhaltung der Verbraucher, auch was das Reisen angeht.
 
Trotz allem konnte sich der Bus und die Bustouristik über die Jahrzehnte hinweg als attraktive Urlaubsform behaupten. In der Verkehrsmittelwahl bei den Busurlaubsreisen ab fünf Tagen Dauer verzeichnet der Bus aktuell einen Marktanteil von 10%.
 
Vergangenes Jahr wurden 6,22 Mio. Busurlaubsreisen durchgeführt. Nach Schätzungen des RDA (Internationaler Bustouristik Verband e.V.) nutzen über 100 Mio. Gäste jedes Jahr den Reisebus als Verkehrsmittel für die Urlaubsreise.
 
In der vorwiegend klein- und mittelständigen aufgestellten Busbranche gibt es ca. 5.400 private Betriebe mit 61.000 Bussen und 65.000 Mitarbeitern. Ca. 1.100 Betriebe sind Busreiseveranstalter mit eigenem Fuhrpark. Die Umsätze der größten Veranstalter überschreiten die € 30 Millionen Grenze. Auf Deutschlands Straßen sind rund ca. 20.000 Reisebusse, 17.000 Linienbusse und 24.000 gemischt einsetzbare Fahrzeuge.
 
Die Bustouristik hat sich seit ihren Anfängen bis heute zu einer selbstständigen attraktiven Touristiksparte entwickelt. Die große Angebotsvielfalt, der Komfort, die Sicherheit und die Umweltfreundlichkeit der Busse sprechen für diese Reiseform.
 
Perspektiven der Bustouristik - Wohin geht die Reise mit dem Bus?
 
Trotz erheblicher Wettbewerbsnachteile erweist sich der Bustouristikmarkt als stabil. Dies trifft nicht nur auf die aktuelle, von Konjunkturschwäche geprägte Situation zu, sondern gerade auch auf den langfristigen Vergleich. In den letzten 30 Jahren konnte der Reisebus seinen Marktanteil innerhalb eines Korridors von 8 - 10% des Urlaubs-Reisemarktes behaupten. Innerhalb dieses Zeitraumes hat es ganz erhebliche Wechselbewegungen zwischen den anderen Reiseverkehrsmitteln gegeben. Offenbar gibt es nicht nur eine originäre Grundnachfrage nach Busreisen sondern auch viele neue Einsteiger, die die Bustouristik quicklebendig positionieren.
Dazu bietet die Bustouristik eine breite Angebotspalette: Urlaubsreisen nicht nur zu nahe gelegenen Warmwasserstränden am Mittelmeer, sondern auch in viele Erholungsgebiete in Deutschland und Europa.
 
Reisen zu in- und ausländischen Metropolen, mittleren und profilierten kleinen Städten. Die ausgetüftelte, servicefreundliche Leistungskette von der hausnahen Abholung über die bequeme Anreise bis hin zu informativen kurzweiligen Ausflügen sind ein Geheimnis der großen Nachfrage nach Busstädtereisen.
 
Rund- und Studienreisen sind und bleiben eine Domäne der Bustouristik. Mithin ist das buchstäbliche "Erfahren" von Land und Leuten ein Bestandteil der deutschen Reisekultur geworden.
 
Mit Kurzreisen in bekannte und noch zu entdeckende Regionen trägt die Bustouristik ganz erheblich zur flächendeckenden touristischen Erschließung bei.
Mit Tagesfahrten und Naherholungsangeboten bietet die Bustouristik vielen Bundesbürgern ein erhebliches Stück Lebensqualität.
 
Vereinsreisen: der Reisebus ist aus dem Vereinsreisegeschäft nicht mehr wegzudenken und erfüllt damit auch eine wesentliche gesamtgesellschaftliche Aufgabe. In Deutschland gibt es über 540.000 Vereine und Organisationen von denen viele eine oder mehrere Busfahrten im Jahr durchführen. Damit nimmt die Bustouristik eine wichtige gesellschaftspolitische Funktion wahr. Durch die Novelle des Personenbeförderungsgesetzes (Abschaffung der so genannten Doppellizenz) ist von einer erheblichen Umstrukturierung des Vereinsreisemarktes auszugehen. Der RDA ist hier bereits intensiv tätig, um die Professionalität und Qualität im Vereinsreisegeschäft voranzutreiben.
 
Event-Reisen: Sofern Busreiseveranstalter ihre originären Qualitäten wie Flexibilität und Innovationsfreudigkeit ausspielen, existieren für diesen Tourismusbereich gute Perspektiven.
 
Dabei ist gerade auch an den Event-Tourismus zu denken. Die Busreiseveranstalter sind eine wichtige Voraussetzung, dass dieser Trend am Markt auch ausgeschöpft werden kann. Durch zielgruppengerechte und Themenorientierte Angebote wecken und befriedigen die Busunternehmer in ihren regionalen Märkten die Nachfrage für Events und Attraktionen, Themen- und Freizeitparks etc.
 
Der Musicalmarkt ist ein weiteres Beispiel, wie die Bustouristik maßgeblich zur Umsetzung von Innovationen am Markt beiträgt. Durch die Umstrukturierung der Musical-Standorte konnte eine neue Nachfragewelle für dieses Entertainment geweckt werden.
 
Incoming: Bei nahezu allen Gruppenreisen die aus dem Ausland nach Deutschland führen, spielt der Reisebus eine Rolle! Vom Hoteltransfer über Besichtigungsprogramme bis hin zu kompletten Rundreisen durch Deutschland und Europa oder back-to-back Reiseketten. Mit diesem Dienstleistungsexport erbringt die Bustouristik einen erheblichen Beitrag zur deutschen Volkswirtschaft.
 
Sofern steuerliche und administrative Fesseln die Innovationsbereitschaft der europäischen Busreiseveranstalter nicht abdrosseln, ist der RDA zuversichtlich, dass die Bustouristik auch nach wie vor ihre tourismus- und gesellschaftspolitische Funktion erfüllen kann.
 
Die Bustouristik als Wirtschaftsfaktor
 
Die Bustouristik ist nicht nur ein wesentlicher Zulieferer für die europäische Hotel- und Gaststättenindustrie. Bushersteller im In- und Ausland schaffen Tausende von Arbeitsplätzen; Tank- und Rastanlagen sowie viele Werkstätten wären ohne die Bustouristik nicht existenzfähig. Kulturelle Einrichtungen, vielfach in kommunaler Hand, könnten ohne die Gäste, die die Bustouristik befördert, nicht überleben.
Das Thema Sicherheit im und um den Bus ist ins Zentrum der Bewertung der Bustouristik gerückt. Dazu zählt auch die Forderung nach effektiveren Kontrollen, obwohl gerade in Deutschland in Verbindung mit EG-Recht eine Sicherheitssituation vom Gesetzgeber vorgegeben wird, die zu den höchsten in der Welt gehört. Bereits die bisherige Kontrolldichte liegt in Deutschland etwa 400% höher als der EU-Durchschnitt. Bedauernswert ist dabei, dass es noch kein in sich geschlossenes Meldewesen zwischen Kontrollbehörden und Genehmigungsbehörde gibt, wie es der RDA fordert, damit Schwarze Schafe ermittelt und aus dem Markt eliminiert werden.
 
 
Teil 4. Die Busreisearten
 
Das Verkehrsmittel Bus wird für unterschiedliche Beförderungszwecke genutzt. Grundlegend unterscheidet das Personenbeförderungsgesetz (PBefG) zwei Hauptverkehrsformen, den Gelegenheitsverkehr und Linienverkehr.
 
Gelegenheitsverkehr
Der Begriff Gelegenheitsverkehr kommt aus dem Personenbeförderungsrecht (Personenbeförderungsgesetz - PBefG) und definiert einzelne Formen entsprechender Verkehrsarten mit Kraftfahrzeugen. Zum Gelegenheitsverkehr gehören folgende Formen: Taxiverkehr (§ 47 PBefG), Mietwagenverkehr (§ 49 Abs. 4 PBefG), Ausflugsfahrten mit PKW/KOM (§ 48 Abs. 1 PBefG), Mietomnibus (§ 49 Abs. 1 PBefG), Ferienzielreisen (§ 48 Abs. 2 PBefG) 
 
Linienverkehr:
Ein Linienverkehr ist das fahrplanmäßige Verkehren von Fahrzeugen für die Personenbeförderung oder den Gütertransport. Linienverkehr existiert im Straßenverkehr (z.B. Buslinie, Straßenbahn), in der Schifffahrt (Fähren) und im Luftverkehr (Linienflug).
 
Der Linienverkehr schreibt eine regelmäßige Bedienung von Strecken vor. Das heißt, alle im veröffentlichten Fahrplan angegebenen Haltestellen müssen - unabhängig vom tatsächlichen Bedarf - angefahren werden. In Deutschland spielte der Linienverkehr für die Touristik bisher eine untergeordnete Rolle, da Linienbusse aufgrund ihrer Ausstattung für touristische Leistungen ungeeignet waren. Durch den zunehmenden Einsatz von Kombibussen, kann in letzter Zeit zunehmend sowohl der Überlandlinienverkehr wie auch der Gelegenheitsverkehr von bisher reinen Linienverkehrsunternehmen angeboten werden.
 
Alle Formen des Gelegenheitsverkehrs und Linienverkehrs unterliegen der Genehmigungspflicht. Genehmigungsbehörden sind beim Verkehr mit Kraftomnibussen die Bezirksregierungen.
 
Übersicht wichtigste Reiseformen im Bustourismus           
 
a) Ausflugs- oder Tagesfahrten
Dauer:              1 Tag
Ziele:              Touristische Sehenswürdigkeiten mit Erlebnischarakter
Zielgruppe:    Heterogen
 
Ausflugs- oder Tagesfahrten sind Fahrten, die der Reiseveranstalter nach einem bestimmten, von ihm aufgestellten Plan und zu einem für alle Teilnehmer gleichen und gemeinsam verfolgten Ausflugszweck anbietet und ausführt. Meist handelt es sich um Ziele in der näheren Umgebung des Ausgangspunktes (im Radius von ca. 200 km). Gastronomische Leistungen können Bestandteil der Reise sein. Die Reisen werden standardmäßig mit Reise- bzw. Fernreisebussen und teilweise mit Reiseleitung durchgeführt. 
 
 
b) Städtereisen
Dauer:           2 bis 10 Tage
Ziele:              Metropolen wie Paris, London, Wien
Zielgruppe:   Heterogen
 
Der Bus wird bei diesen Reisen nicht nur für die An- und Abreise genutzt, sondern auch für Stadtrundfahrten, Abendprogramm und zum Besuch ausgewählter Highlights. Sie zählen aufgrund ihrer Flexibilität zu den beliebtesten Veranstaltungsformen. Neben dem Bus Chauffeur werden Bedarfsweise Reiseleiter für den Reiseablauf eingesetzt. Für Stadtführungen etc. kommen zusätzlich örtliche Stadtführer zum Einsatz. Der Reisepreis umfasst häufig neben der Übernachtung und der Verpflegung meist das gesamte Rahmenprogramm.
 
c) Wochenend- und Kurzreisen:
Dauer:            2 bis 4 Tage
Ziele:              Regionen oder Städte
Zielgruppe:    Heterogen
 
Kurzreisen sind Erholungsreisen mit großer Programmvielfalt, die in die nähere Umgebung durchgeführt werden. Selten sind die Ziele mehr als eine Tagesetappe entfernt. Die Attraktivität der Kurzreise- bzw. Wochenendreise macht neben den abwechslungsreichen Eindrücken von Stadt und Land das kommunikative Miteinander aus.
 
d) Rundreisen:
Dauer:            Mind. 5 Tage bis 4 Wochen
Ziele:              Etappenorte entlang einer festgelegten Reiseroute
Zielgruppe:    Heterogen
 
Rundreisen führen zu verschiedenen Aufenthalts- und Besichtigungspunkten, die in der Reiseausschreibung beschrieben wurden. Nachtfahrten sind ausgeschlossen. Das Programm wird vom Bus Chauffeur oder vom Reiseleiter mitgestaltet und ist Hauptbestandteil der Reiseleistung.
 
e) Studienreisen:
Dauer:          5 Tage bis 4 Wochen
Ziele:              Kulturell, religiös, künstlerisch bedeutende Orte bzw. Werke,  Erfahrung  sozialer und
wirtschaftlicher Verhältnisse
Zielgruppen: Höher gebildeter, einkommensstarker, heterogener Personenkreis
 
Studienreisen zeichnen sich aus durch eine begrenzte Teilnehmerzahl, festgelegtem oft Themenorientiertem Reisecharakter und Reiseablauf unter qualifizierter Reiseleitung. Die Vermittlung von Kunst und Kultur, sowie die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Zielländer stehen im Vordergrund. Studienreisen sind gekennzeichnet durch gehobene Qualitätsstandards bei der Unterkunft, der Verpflegung und im Reisetransport.  
 
 
f) Erholungsreisen/Ferienzielreisen
Dauer:            Ab 5 Tage bis 3 Wochen
Ziele:              Hin- und Rückbeförderung nach festgelegtem Reiseplan zum
                                                           Erholungsaufenthalt
Zielgruppen: Heterogen von jung bis alt
 
Die Leistung dieser Reiseart - speziell Verkehrsmittel Bus - beschränkt sich auf den Transfer zwischen Abfahrts- und ausgeschriebenen Ferienzielort. Reiseteilnehmer werden vom und zum Ausgangsort befördert. Das Reiseziel ist für alle Teilnehmer gleich. Das Gesamtentgelt für Ferienzielreisen beinhaltet die Beförderung und Unterkunft mit und ohne Verpflegung. Vorortbetreuung erfolgt oft durch ortsansässige Agenturen.
 
Die Angebotspallette an verschiedenen Reisethemen ist heute in der Bustouristik so reich, wie kaum in einer anderen Reisesparte. Ob Kultur in Form von Museumsfahrten, Pilgerreisen oder Musicalreisen angeboten wird oder das Sportbedürfnis der Kunden bei Skifreizeiten oder Radreisen Befriedigung findet, Busreisen sind stets vielfältig und interessant.
 
 
Teil 5: Die Busreiseformen
 
Welche Arten der Urlaubsreise gibt es überhaupt?
 
Busreisen dienen primär der Erholung und der Freizeitgestaltung. Wenn man diese selbst (alleine oder mithilfe eines aktiven Reisebüros) plant, sind es Individualreisen.
 
Standardisierte Angebote von Reiseveranstaltern dagegen nennen sich Pauschalreisen. Diese können als individuelle Pauschalreise (Zeit und Durchführung werden selbst bestimmt) oder in der Gruppe (Gruppenreise) durchgeführt werden.
 
Heute unterscheidet man wissenschaftlich in folgende Busreiseformen:
 
-           Tagesausflüge: maximal 24 Stunden ohne Übernachtung
-           Kurzreisen: Reise von 2 bis 4 Tagen Dauer
-           Urlaubsreisen: alle Reisen mit mehr als 4 Tagen Dauer
-           Langzeitreisen: alle Reisen mit mehr als 3 Monaten Dauer
 
die in den verschiedensten Busreiseformen angeboten werden:

Städtereisen – Städte entdecken
Verbringen Sie einige Tage in interessanten und charakteristischen Städten. Lernen Sie Rom, Barcelona oder Lissabon auf eine diese Art kennen. Auf eigene Faust oder mit von und ausgearbeiteten besonderen Rahmenprogrammen haben Sie hier die Möglichkeit unvergessliche Stadterlebnisse zu gewinnen.
Bildungsreisen
Bildungsreisen sind spezielle Ausprägungen, z. B. Sprachreisen, Städtereisen, Konzertreisen oder Opernreisen.
Studien - Erlebnisreisen
Wer mehr über die Kultur eines Landes erfahren möchte, ist hier genau richtig. Aber auch hier gibt es Begegnungen mit Land und Leuten. Einfache Wanderungen durch die schönsten Naturlandschaften runden das Gesamterlebnis ab.
 
Individualreisen
Individualisten die nicht in der Gruppe, sondern Ihr Reiseland gerne auf eigene Faust erkunden möchten. Ob mit Mietwagen, öffentlichen Bussen oder zu Fuß. Eine ideale Art, den Urlaub passend zu den persönlichen Wünschen Maßzuschneidern. Natürlich stellen wir Ihnen Abschnittswiese oder auch für die gesamte Tour eine qualifizierte Reisebegleitung zur Verfügung. Damit sie nicht alles Landestypische aus einer Reiselektüre aneignen müssen. Dieses nennt man auch eine Privattour.
Abenteuerreisen - Expeditionen
Hier schwingt nicht umsonst der Klang ferner Länder, großer Abenteuer und einmaliger Erlebnisse mit. Diese nicht alltäglichen Reisen stellen eine kleine Herausforderung dar. Auf diese Reisen sollten Sie eine gute Portion Kameradschaft, Teamgeist und Abenteuerlust mitbringen.
Aktivreisen - Aktivurlaub
Wer Abwechslung in den sportlichen Aktivitäten sucht, entscheidet sich für diese Reiseform. Neben erlebnisreichen Wanderungen, werden gemeinsame Rad- oder Mountainbiketouren, Kanu- oder Paddeltouren angeboten. Vereinzelt dauern diese auch über mehrere Tage an. Weitere Aktivitäten, wie Reiten, Rafting, Angeln, Surfen, Schnorcheln oder Husky-Safaris sind je nach Zielgebiet ebenfalls möglich. Gerne mixen wir Ihnen einen Cocktail zwischen Aktivurlaub und Sonnenbaden zusammen.
 
Naturreisen – Safaris - Fotoreisen
Für Liebhaber von Flora und Fauna sind diese Reisen konzipiert. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Tierbeobachtungen und dem Besuch von einzigartigen Nationalparks. Sie erkunden Regenwälder und mit etwas Glück treffen Sie auf seltene Tierarten oder scheue Vögel. Eine besondere Form ist die Fotoreise. Hier begleiten Sie Profis auf Ihrer Erlebnistour und unterrichten Hobbyfotografen ihre Fähigkeiten zu erweitern.
Erlebnistouren - Entdeckerreisen
In kleinen Gruppen erhalten Sie Einblicke in die Natur- und Kulturschönheiten des Reiselandes und erleben außergewöhnliche Begegnungen mit Land und Leuten. Oft bewegen wir uns abseits der üblichen Routen und übernachten in Unterkünften, die dem Landesstil entsprechen. Das setzt Toleranz und Akzeptanz für fremde Länder sowie Teamgeist und Kooperation bei gemeinsamen Aktivitäten in der Natur voraus.

Wanderreisen - Standortwanderreisen - Wanderrundreisen
Bei so bezeichneten Reisen erleben Sie sich die Schönheiten eines Landes durch Tageswanderungen. Die Gehzeiten können über mehrere Stunden hinausgehen. In der Regel haben Sie nur Ihren Tagesrucksack zu tragen. Bei einigen Reisen bleiben Sie während der gesamten Reise im selben Hotel, bei Wanderrundreisen wechseln Sie ein- oder mehrmals den Standort.
Trekkingtouren – Wandertrekking mehr als nur wandern.....
Wenn Sie über eine gute sportliche Kondition verfügen und noch ursprüngliche Landschaften entdecken wollen, dann kommen Sie mit auf eine Trekkingreise. Hierbei wandern Sie über mehrere Tage von Unterkunft zu Unterkunft. In den meisten Fällen müssen Sie dabei Ihr Gepäck selbst tragen. Doch die Mühe wird immer belohnt, sei es durch wunderbare Naturlandschaften oder dem Gefühl, etwas Außergewöhnliches geleistet zu haben.
 
Winterreisen - Skireisen
Verbringen Sie den Winter dort, wo er am schönsten ist: im Schnee! Sonne, blauer Himmel, verschneite Landschaft, klare Winterluft, so soll der Winterurlaub sein. Ob bei einer Hundeschlittentour oder beim Schneeschuhwandern, abends am Kaminfeuer oder in der Sauna: so können Sie den Winter genießen!

Sonstiges
Unsere Genusswelle spült auch Reiseformen wie Wellnessreisen und kulinarische Reisen nach oben. Sporturlaub und Abenteuerurlaub werden immer mehr von aktiven Menschen entdeckt, denen es nicht mehr reicht seinen Körper nur zu Hause sondern auch im Urlaub aktiv zu fordern. Vereine führen oft in Gruppen für ihre Vereinsmitglieder Reisen Gruppenreisen durch.
 
Teil 6: Reisetrends in der Bustouristik
 
Das Angebot an Reisethemen und Zielen unterliegt auch in der Bustouristik einem stetigen Wandel. War in den sechziger Jahren vor allem Italien das Topziel vieler Busreisen, kamen kurze Zeit später schnell auch weitere Ziele wie Spanien, Österreich und weitere Mittelmeeranrainerstaaten hinzu.
 
Heute stehen bei Busreisenden in Nordeuropa z.B. Länder wie Norwegen und Schweden auf der Liste der beliebtesten Reiseziele ganz oben. In Mittel- und Westeuropa ist Deutschland das beliebteste Reiseland. Rund ein Drittel aller Busreisenden würden hier auch in den nächsten Jahren wieder Urlaub machen.
 
In Südeuropa stießen die Reiseklassiker der Bustouristik Italien und Spanien in den letzten Jahren bei den Busreisekunden auf ein rückläufiges Interesse. Aufgrund der kontraproduktiven örtlichen Bustourismuspolitik in Italien, wurde das Land bzw. einige Reiseziele innerhalb Italiens von vielen Busreiseveranstaltern in den letzten Jahren aus dem Programm genommen.
 
Osteuropäische Destinationen wie Polen, das Baltikum oder die Tschechische Republik boomen im Bustourismus seit einigen Jahren. Kunden schätzen hier vor allem das attraktive Preis-Leistungsverhältnis der Reisen.
 
Rund 26 Mio. Bundesbürger ab 14 Jahren, das sind gut 40 Prozent der Bevölkerung, haben im vergangenen Jahr mindestens eine Kurzreise von zwei bis vier Tagen Dauer unternommen. Zu diesem Resultat kommt eine repräsentative Befragung des Freizeit-Forschungsinstituts (Hamburg).
 
Damit bestätigt sich der Trend, der seit einigen Jahren beobachtet wird, dass die Deutschen zunehmend häufiger, dafür aber kürzer in den Urlaub fahren. Absoluter Favorit bei den Kurzreisezielen der Deutschen ist die Heimat – und das fast ohne Konkurrenz. Dazu gehören laut dem Freizeit-Forschungsinstitut Seen und Berge im Nahbereich genauso wie inländische Kulturmetropolen. Ostsee (11,5 Prozent) und Nordsee (10,1 Prozent) sowie bayerische Berge (10,1 Prozent) und Schwarzwald (9,8 Prozent) führen die Rangliste der Kurzreiseziele der Deutschen an.
 
Im Vergleich dazu hinken ausländische Reiseziele wie Frankreich (3,1 Prozent), Italien (2,4 Prozent) und Spanien (1,2 Prozent) bei den Kurztrips deutlich hinterher. Auch die drei Nachbarländer Belgien, Niederlande und Luxemburg kommen zusammen gerade einmal auf 3,4 Prozent. Eine Ausnahmestellung nimmt lediglich das Nachbarland Österreich ein, das sich mit einem Marktanteil von zehn Prozent neben den inländischen Kurzreisezielen gut behaupten konnte.
 
Die Angebotspallette an verschiedenen Reisethemen ist heute in der Bustouristik so reich, wie kaum in einer anderen Reisesparte. Ob Kultur in Form von Museumsfahrten, Pilgerreisen oder Musicalreisen angeboten wird oder das Sportbedürfnis der Kunden bei Skifreizeiten oder Radreisen Befriedigung findet, Busreisen sind stets vielfältig und interessant.
 
Auch in der Bustouristik geht der Trend zu kürzeren Reisen. Die durschnittliche Reisedauer einer Busreise beträgt heute 9,5 Tage. Vor zehn Jahren lag dieser Wert bei 10,3 Tagen. Den Schwerpunkt bilden hierbei die Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf die Branche mit dem wachsenden Anteil älterer Bürger.
 
Besonders profitiert von den Trends zu kurzen Urlauben haben die deutschen Busreiseunternehmer. Komfortable Reisen mit modernen Bussen zu einem günstigen Preis-/Leistungsverhältnis werden immer beliebter. Zumal die Busunternehmer ihre Angebotspalette deutlich erweitert haben. Themen-Reisen, Kultur-Erlebnisse, Wellness- und Event-Fahrten – das Spektrum der Kurzreisen per Bus ist in den letzten Jahren enorm ausgebaut worden.
 
Reisebusse mit einem Anhänger voller Fahrräder im Schlepptau sind keine Seltenheit mehr.
 
 
 
Teil 7: Rund um den Reisebus
 
Reisebusse im 21. Jahrhundert sind Hightech-Großraum-Limousinen mit vielerlei Komfort. Die Omnibus-Industrie setzt immer neue Maßstäbe, um den Komfort in Reisebussen zu erhöhen. Ausgefeilte Technik sorgt für mehr Sicherheit und Bequemlichkeit. Auch die Wirtschaftlichkeit wird stetig verbessert.
 
Eines gemein haben luxuriös ausgestattete Designerbusse mit High-Tech-Materialien, hochwertigen Stoffen, modernster Klima- und Kommunikationstechnik und der „normale“ Reisebus – sie machen Reisen zum Erlebnis.
 
Der Omnibus von heute hat nicht mehr viel mit dem von Pferden gezogenen Fahrgestell aus den Anfängen des 19. Jahrhundert zu tun und auch nicht mit den Modellen der Nachkriegszeit.
 
Reisen in Omnibussen steht heute unter dem Motto: Reisen im Bus macht Spaß – das Busfahren wird zum Erlebnis!
 
Der Reisebus – Qualität durch Sterne
Um dem Reisenden bzw. dem Kunden eine bessere Orientierung über vorhandene Serviceeinrichtungen und eine nachprüfbare Qualitätsgarantie zu geben, werden Reisebusse bereits seit über 30 Jahren durch die Gütegemeinschaft Buskomfort e.V. mittels Sternen klassifiziert. Zentrale Aussage: Bus ist nicht gleich Bus.
 
Die Klassifizierungskriterien
Sterne mit dem RAL (Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung) Gütezeichen stehen dabei für neutral geprüfte Qualität. Grundvoraussetzung für jedes RAL-Gütezeichen ist die regelmäßige, mindestens einmal im Jahr durchgeführte Überprüfung der festgelegten Standards durch eine neutrale Prüforganisation oder den Gütezeichenträger selbst. Die Sterneklassifizierung mit dem RAL Gütezeichen ist freiwillig.
 
Sterne am Bus ohne das RAL Gütezeichen sind nicht objektiv nachprüfbar klassifiziert und sagen daher nichts über die tatsächliche Qualität des Reisebusses aus.
 
Das Sterne System
Die Ein-Sterne-Busse der Tourist Class sind gut geeignet für kurze Ausflüge: Der Abstand zwischen den Sitzen beträgt mindestens 68 Zentimeter. Heizung, Lüftung, Radio- und Mikrofonanlage sowie Nachtbeleuchtung gehören zur Grundausstattung.
 
Zwei Sterne garantieren bereits mindestens 72 Zentimeter Beinfreiheit für die Reisegäste. Die Standard Class bietet gegenüber der Einsterneausstattung zusätzlich einen Sonnenschutz an den Seitenfenstern und eine Gepäckablage.
 
Die Komfort Class mit drei Sternen bietet den Passagieren Beinfreiheit von mindestens 77 Zentimetern sowie verstellbare Sitze und Rückenlehnen. Armlehnen, Doppelverglasung, persönliche Leselampe, Toilette und Mini-Küche ergänzen die Standard-Ausstattung.
Der Vier-Sterne-Bus bietet großen Sitzkomfort auf langen Reisen: Mit mindestens 83 Zentimetern Sitzabstand sitzen die Reisenden so gemütlich wie in einem modernen Kino. Für zusätzlichen Komfort sorgen Fußstützen oder Beinauflagen, ein Klapptisch für jeden Passagier, Miniküche, Toilette und Klimaanlage.

Die Luxus Class ist für Busreisende mit gehobenen Ansprüchen: Fünf-Sterne-Busse bieten alle Vorteile der Luxus Class mit noch mehr Beinfreiheit. Bei mindestens 90 Zentimetern Sitzabstand lässt es sich entspannt zurücklehnen.

Der Reisebus – ein umweltfreundliches Verkehrsmittel
Unter Umweltaspekten ist der Bus als Reiseverkehrsmittel nur zu empfehlen. Omnibusse gehören zu den umweltfreundlichsten Verkehrsmitteln überhaupt. Geringer Energieverbrauch, Schadstoffausstoß und geringe Lärmemissionen machen ihn zu einem ökologischen sinnvollen Beförderungsmittel.
 
Verbrauch - Der Kraftstoffverbrauch von Bussen ist in den letzen 10 Jahren um fast 15 % zurückgegangen. Der Bus benötigt im Schnitt ½ Liter Diesel, um eine Person 100 km weit zu befördern.
 
Schadstoffe - Bei neueren Busmodellen ist der Ausstoß von Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffen und Stickoxiden in den letzten 10 Jahren um über 50 % reduziert worden. Die Emission von Rußpartikeln hat sich um ca. 80 % verringert.
 
Lärm - Seit Anfang der 70er Jahre sind Omibusse um mehr als 10 Dezibel leiser geworden. Eine Senkung um nur 6 Dezibel bedeutet eine Halbierung der Geräuschemissionen.
 
Der Reisebus – Ausstattung
Moderne Reisebusse verfügen über vollautomatisierte Service-Sets bzw. Infotainmentsysteme für den Fahrgast (Licht, individuell einstellbare Lüftung, Lautsprecher, Service-Ruf) sowie Videodisplays, WC, Air-Condition, Sonnenrollos für den Fahrgast, Gepäckklappen, Minibar und Catering-Küche.
 
Der Reisebus – Prüfung muss sein
In Deutschland zugelassene Reisebusse müssen alle 12 Monate zur Hauptuntersuchung bei TÜV oder DEKRA. Dazu kommt alle 6 Monate eine Zwischenuntersuchung bei der alle wichtigen Teile des Fahrzeugs wie Bremsen, Lenkung und Federung kontrolliert werden. Weiterhin wird zweimal im Jahr eine Bremsensonderuntersuchung (BSU) durchgeführt.
 
 
Der Reisebus – Sicherheit
Das Thema Sicherheit kommt in modernen Reisebussen nicht zu kurz.
Becken- oder 2-Punkt-Sicherheitsgurte, Satellitengestützte Navigationssysteme sowie ausgetüftelte Fahrsicherheitseinrichtungen (wie EBS – Elektronischen-Brems-System, ASR - Anti-Schlupf-Regelung, ESP – Elektronisches Stabilitäts-Programm, Tempomat) und ein UDS – Unfalldatenschreiber sorgen für höchstmöglichen Schutz.
 
Moderne Reisebusse verfügen über drei voneinander unabhängige Bremssysteme. Weiterhin müssen alle Neufahrzeuge ab dem 01.01.1994 mit einem Geschwindigkeitsbegrenzungssystem ausgerüstet sein. Ältere Fahrzeuge, die zwischen dem 01.01.1988 und dem 01.01.1994 zugelassen wurden, müssen nachgerüstet werden.
 
Seit April 2004 herrscht in Reisebussen Anschnallpflicht soweit Gurte vorhanden sind. In allen Bussen, die seit 01. Oktober 1999 neu zugelassen wurden, müssen Sicherheitsgurte vorhanden sein. In neuen Reisebussen kann und muss sich der Reisegast zur eigenen Sicherheit während der Reise anschnallen. Die Busgäste dürfen sich während der Fahrt abschnallen, um sich im Bus zu bewegen (z.B. Getränke holen, WC-Benutzung, Platztausch mit einem anderen Fahrgast). Fahrgäste müssen mit Geldstrafen in Höhe von € 30 rechnen, wenn vorhandene Sicherheitsgurte nicht angelegt sind oder Hinweise des Fahrers missachtet werden. Versäumt es der Bus Chauffeur, auf die Gurtpflicht hinzuweisen, wird auch er zur Kasse gebeten.
 
Busunfälle sind sehr selten, umso höher ist die mediale Aufmerksamkeit wenn sie passieren. Die dann teilweise undifferenzierte Berichterstattung und fehlende Objektivität der Medien haben zu einer nicht unerheblichen Verbraucherverunsicherung geführt und verunglimpfen eine ganze Branche. Unfallursachen werden oft dem Bus oder dem Busfahrer unterstellt. Beabsichtig oder unbeabsichtigt wird dabei ein Bild von den Unternehmen aber auch von den Fahrern geprägt, das oftmals nur die Sensationslust befriedigt, aber die Realitäten verschweigt.
 
Nach den Unfallzahlen des Statischen Bundesamtes der Bundesrepublik Deutschland ist der Bus nach wie vor das sicherste Verkehrsmittel. In Deutschland verunglückten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in 2004 im motorisierten Individualverkehr (Pkw, Motorrad, Mofa, Moped) 4.218 Menschen, weiterhin 838 Fußgänger, 475 Fahrräder, 17 im Flugverkehr und 16 im Busverkehr. Damit ist das Risiko als Fußgänger getötet zu werden 52-mal höher als im Busverkehr.
 
Fazit: Ein moderner Reisebus ist ein bequemes, komfortables und sicheres Verkehrsmittel. Es schont die Umwelt und stellt eine echte Alternative zu anderen Verkehrsmitteln dar.
 
 
Teil 8: Rund um den Buskunden
 
Marktpsychologisch sind Busreisen in einer Nischenposition. Für besondere Zielgruppen stellt sich der Reisebus als geeignetes Verkehrsmittel und Busreisen als bevorzugte Urlaubsform dar. Außerhalb dieser besonderen Motiv-Bedürfnis-Konstellation ist der Bus kaum konkurrenzfähig.
 
Wer fährt mit dem Bus?
Der Bus als Reiseverkehrsmittel wird von folgenden Zielgruppen genutzt, die: 
·        Reiseprogramme, die auf ihren Geschmack, ihre Kundenwünsche ausgerichtet sind bzw. flexibel ausgerichtet werden
·        die Parallelität von Bequemlichkeit, Erlebnis und Rundumbetreuung schätzen
·        die Vorteile des „individuellen“ Busgruppentourismus, keine pauschale Massenabfertigung, suchen
 
Weitere Zielgruppen sind oft Rahmenbedingungen unterlegen, die die Wahl des Reisebusses als Urlaubsreisemittel priorisieren bzw. bedingen:
·        Herkunft aus ländlichen Regionen
·        physisch und psychisch eingeschränkte Personen wie z.B. ältere Menschen, die auf einen kompletten und fremd organisierten Reiseablauf angewiesen sind
·        wenig Reiseerfahrung und eine damit verbundene hohe Hemmschwelle gegen das „Abenteuer“ Reise
·        geringes Einkommen
 
Die Hauptnutzer des Busses sind jüngere Reisende bis 20 Jahre und ältere Reisende ab 60 aufwärts. Familien und die Altersgruppen zwischen 30 und 50 sind in der Bustouristik eher unterrepräsentiert. Der wesentliche Grund hierfür ist, dass sowohl die jüngeren als auch die wesentlich älteren Zielgruppen die Vorzüge des Busses als geselliges kommunikatives Reiseverkehrsmittel zu schätzen wissen.
 
Jüngere, sehr reisefreudige Busreisende sind überwiegend männlich, ledig und suchen Abwechslung, Spaß und neue Kontakte. Der interessante, sportive Erlebnischarakter der Reise darf dabei nicht zu kurz kommen.
 
Die ältere Generation, deren Kinder das Haus meist schon verlassen haben, sucht den „Tapetenwechsel“ und Abwechslung vom Alltag. Im Mittelpunkt der Reise steht hier vor allem der Genuss- und Erholungsaspekt. Das Bedürfnis nach Geselligkeit, Sicherheit und Rund-um-Betreuung sind weitere Aspekte, die dieses Kundensegment charakterisieren. Hervorzuheben ist, dass bei den über 70-jährigen Reisenden das Sicherheitsbedürfnis stark zunimmt und z.B. Ausflugsaktivitäten während der Reise nur noch in geringem Maße gewünscht werden.
 
In der älteren Zielgruppe haben neben den naturverbunden, Erholung suchenden Seniorenpaaren auch allein stehende ältere Reisende einen hohen Anteil. Meist handelt es sich hierbei um allein reisende Frauen jenseits der 60.
 
Auf welche Bedürfnisse legen Busreisende im Urlaub großen Wert?
Auch der Busreisende steht heute mitten im aktiven Leben und sucht im Urlaub bewusst ein Kontrastprogramm zum stressigen Alltag. Das Bedürfnis nach Ruhe und Ausspannen hat bei Busreisenden in den letzten Jahren zugenommen.
 
Entspannung, keinen Stress haben                         58,6%
Abstand zum Alltag gewinnen                                 51,1%
Frische Kraft sammeln, auftanken                           49,7%
Frei sein, Zeit haben                                              49,1%
Gesundes Klima                                                    47,5%
Sonne, Wärme, schönes Wetter haben                   43,9%
Natur erleben                                                         42,5%
(schöne Landschaften, reine Luft, sauberes Wasser)  
Spaß, Freude, Vergnügen haben                             41,2%
Neue Eindrücke gewinnen,
etwas anderes kennen lernen                                  39,5%
Gemeinsam etwas erleben,
mit netten Leuten etwas unternehmen                       36,7%
(Quelle: RA 2006)
 
Die beliebteste Urlaubsart der Busreisenden ist der Natururlaub (41,5%), gefolgt vom Erlebnisurlaub (40,4%) und Ausruhurlaub (37,4%). Vor der Städtereise (31,8%) bevorzugen busreisende Erholung am Strand (33,1%).
 
Busreisende sind Wiederholungstäter. Über zwei Drittel der Busreisenden haben in den letzten drei Jahren tatsächlich eine Busreise unternommen und über 60% wollen auch Zukunft weiter mit dem Bus verreisen.
 
Kurzreisen bei Busreisenden werden immer beliebter. Zwei Drittel der Busreisenden unternehmen eine Urlaubsreise ab fünf Tagen Dauer pro Jahr. Ein Viertel auch eine Zweite. Über 60 Prozent der Busreisenden unternehmen weiterhin eine oder zwei Kurzreisen (Dauer 2-4 Tage). Bei den Kurzreisen stehen Städtereisen mit 63,8% in der Beliebtheit an oberster Stelle. Gefolgt von Shoppingtouren/Einkaufsreisen mit 34,5% und Studien/ Kulturreisen mit 21,3%.

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Touristiker-Treff in Frankfurt

Restaurant Drosselbart in Frankfurt-Eschersheim

 

Der Touristik-Stammtisch FrankfurtRheinMain steht allen Touristikern offen zu fachlichem Erfahrungsaustausch und beruflicher Fortbildung.

 

Der Touristikertreff findet alle zwei Monate, immer der 2. Montag im Monat ab 19:30 Uhr imGartenlokal und Restaurant  Drosselbart in der Eschersheimer Landstraße 607, 60433 Frankfurt am Main statt. Speisen und Getränke sind dort zu mäßigen Preisen erhältlich und können unter http://www.drosselbart.net  eingesehen werden.

 

 

 

 

Termin 2019

 

 

 

04.-07. Januar 2019     Tag der Bustouristik in Halle

06.-07. Januar 2019     Halle-Reiseworkshop in Halle

11. Februar 2019          Stammtisch-Termin 

05. - 10.März 2019       ITB Berlin

02. - 03. April 2019      RDA-Workshop Friedrichshafen  

08. April 2019               Stammtisch-Termin

21. - 23. Mai 2019        IMEX Frankfurt  

17. Juni 2019                Stammtisch-Termin

09. Juli 2019                 RDA Workshop Köln

12. August 2019           Stammtisch-Termin  

31. August 2019          CLASSIC-GALA Schwetzingen

14. Oktober 2019         Stammtisch-Termin

09. Dezember 2019     Stammtisch-Termin 

14. Dezember 2019     Jahresabschlußfahrt

 

 

Wegbeschreibung:

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: U1, U2, U3, U 8 an der Haltestelle "Weißer Stein", aussteigen und rechts in Richtung Eschersheimer Landstraße gehen. Eschersheimer Landstraße stadtauswärts folgen. Die S-Bahn Haltestelle "Eschersheim" liegt nur ca. 50m entfernt.

 

Mit dem Auto zum Restaurant und Biergarten Drosselbart. Stadtauswärts kommend geht die Eschersheimer Landstraße kurz vor der U-Bahn Haltestelle Weißer Stein im Grunde geradeaus, während die Hauptstraße eine leichte Linksbiegung beschreibt. Nach dem halbrechten Abbiegen von der Hauptstraße wird die Eschersheimer Landstraße nach ca. 150 Metern zur entgegenkommenden Einbahnstraße. Um zum Restaurant und Biergarten Drosselbart zu gelangen, müssen Sie einmal um den Block fahren: Eschersheimer Landstraße - am Schild Einbahnstraße rechts abbiegen; Im Wörth - bis zur Ampel, dann links abbiegen: Nußzeil - dann nächste Straße links abbiegen; Zehnmorgenstraße bis zum Ende, Sie fahren direkt auf den Biergarten zu. Parkmöglichkeit in den Seitenstraßen.

 

Die Teilnahme am Touristikertreff ist selbstverständlich immer kostenlos und unverbindlich. Aus rein organisatorischen Gründen wird aber um Anmeldung unter 61102 Bad Vilbel, Postfach 1222 Tel 06101 65568096 Fax 03212 5524737  Mobil 0171 4900858  Mail: TSFRM@web.de, TSFFFM@t-online.de, gebeten.

 

 

 

Anmeldung unter

Mail TSFFFM@t-online.de + TSFRM@web.de

www.frankfurter-touristik-stammtisch.de